XBRL Konverter erleichtert Bilanzanalyse

Die zunehmende Verbreitung des XBRL-Standards hat dafür gesorgt, dass elektronische Unternehmensberichte für die Verwertung in Bilanzanalysesystemen zunehmend interessant werden. Durch die Vereinheitlichung im XBRL-Format lassen sich nicht nur Verarbeitungskosten senken. Die Bilanzgliederungsschemas der sogenannten XBRL-Taxonomien verringern zudem das Fehlerrisiko bei der Interpretation der Berichtspositionen.

Die ABZ Reporting bietet einen XBRL-Konverter an, mit dem Analysten elektronische Unternehmensberichte in XBRL für ihre vorhandenen Bilanzanalyseanwendungen erschließen können. Der Konverter hat sich bereits seit einigen Jahren für die Datenaufbereitung im weit verbreiteten Bilanzanalysesystem BARS bewährt hat. Nun wurde die Software mit der Bereitstellung eines EBIL-Adapters auch für das Laden von XBRL-Daten in das EBIL-System des DSV fit gemacht.

 

Die Technik bleibt unter der Haube.

Die Benutzeroberfläche der Software ermöglicht die Erstellung von Positionszuordnungen (Mappings) in das Bilanzanalyseformat, ohne dass IT-Kenntnisse erforderlich sind. In der graphischen Oberfläche können Fachanwender die Regeln für die Verarbeitung von elektronischen Unternehmensberichten einfach und komfortabel per Drag and Drop festlegen oder ändern. Die Fachanwender sind dabei nicht auf einen permanenten Dialog mit der Entwicklungsabteilung angewiesen, wie das bei vielen vergleichbaren Systemen üblich ist. Zusätzliche Rechnungslegungsstandards und neue Versionen können per Konfiguration ohne besondere Anpassungsaufwände integriert werden.


Screenshot des XBRL-Konverters

Beim überwiegenden Anteil der Mappings handelt es sich üblicherweise um einfache Positionszuordnungen, mit denen eine oder mehrere Positionen des Eingangsformats in einer Position des Analyseschemas aggregiert werden. Aber auch komplexe Zuordnungsfunktionen werden durch eine besondere Funktionsbibliothek unterstützt, so dass die für das Analyseschema erforderlichen Informationen vollständig erzeugt werden können.

So funktioniert’s.

XBRL ist ein Standard, mit dem Unternehmensabschlüsse elektronisch übermittelt werden können. Die Definition eines Datenaustauschformats für einen bestimmten Rechnungslegungsstandard nennt man XBRL-Taxonomie. Die XBRL-Taxonomien für nationale und  internationale Rechnungslegungsstandards sind üblicherweise frei verfügbar. Sie können von berichtenden Unternehmen oder Anbietern von Unternehmensinformationen verwendet werden können, ohne dass diese sich um die Interpretation und Abgrenzung einzelner Berichtspositionen kümmern müssen.

Mit dem ReportFactory XBRL Converter können XBRL-Taxonomien dür den Datenimport in ein existierendes Bilanzanalyseschema genutzt werden. Dazu werden die verwendeten XBRL-Taxonomien in Projekten zur Nutzung konfiguriert und in der Benutzeroberfläche mit Zuordnungsregeln auf das Analyseschema abgebildet.

Ein Hintergrundprozess kontrolliert die eingehenden Daten auf Fehler (Validierung) und wickelt die Konvertierung und den Datenimport der eingehenden Daten in das Bilanzanalyseformat ab.

Wie wird Ihr Bilanzanalysesystem XBRL-fähig?

Bilanzanalysten können von der Verfügbarkeit standardisierter elektronischer Unternehmensberichte profitieren, indem Sie Ihr existierendes Bilanzanalysesystem mit einem vorgeschalteten Konverter XBRL-fähig machen. Dazu müssen die folgenden Schritte umgesetzt werden:

Schritt 1: Erstellung einer XBRL-Taxonomie (Zieltaxonomie) für das vorhandene Bilanzanalyseschema

Schritt 2: Entwicklung eines Datenimport-Adapters zum Laden der XBRL-Daten der Zieltaxonomie
                 in das Bilanzanalysesystem

Schritt 3: Erstellung von Mappings der verwendeten Rechnungslegungstaxonomien in die Zieltaxonomie

Durch Schritt 1 wird das vorhandene Bilanzanalyseschema kompatibel für die Abbildung vorhandener XBRL-basierter Datenaustauschformate "ohne Medienbruch"! Mit Schritt 2 können XBRL-Daten künftig jederzeit in das vorhandene System eingespielt werden.

Die Schritte 1 und 2 bedeuten einen einmaligen Aufwand und können entfallen, wenn bereits eine Taxonomie für das Zielformat und/oder ein entsprechender Adapter (wie beispielsweise für EBIL) verfügbar sind. Fragen Sie uns einfach danach, ob Ihr gewünschtes Zielformat bereits vom XBRL Konverter der ABZ Reporting unterstützt wird!

Im Schritt 3 werden die Zuordnungen der Positionen der Quelltaxonomie auf die Zieltaxonomie in einer graphischen Oberfläche editiert und mit Eingangsdaten getestet. Auch im laufenden Betrieb wird die Benutzeroberfläche genutzt, um eine komfortable Fehleranalyse zu ermöglichen. Dazu werden die Ergebnisse der Eingangsprüfung in die Berichtsvisualisierung integriert und fehlerhafte Eingangsdokumente automatisiert für eine genauere Untersuchung aussortiert.

Ausblick

Nicht nur international, auch in Deutschland wächst die Zahl der im XBRL-Format verfügbaren Unternehmensabschlüsse. Dies wird maßgeblich durch Einreichungsplichten oder Erleichterungen bei Behörden oder Regulierern gefördert, etwa durch den Einsatz von XBRL für die Offenlegung beim elektronischen Bundesanzeiger oder die Anforderung an Unternehmen, künftige E-Bilanzen in XBRL an die Steuerbehörden zu übermitteln. Deshalb lohnt es sich für Analysten, sich auf die Verarbeitung von XBRL-Abschlüssen frühzeitig einzustellen.

Falls Sie eine Produktpräsentation oder weitere Informationen wünschen, senden Sie uns bitte eine Produktanfrage zu, indem Sie unser Anfrageformular ausfüllen.

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